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Details

Jahr

2011

AutorInnen/Herausgeber

Hans-Jürgen Krumm, Hans H. Reich

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Hans-Jürgen Krumm, Hans H. Reich

Curriculum Mehrsprachigkeit

Das „Curriculum Mehrsprachigkeit“ hat das Ziel sprachliche Bildung, Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit in das gesamte schulische Lernen miteinzubeziehen. Es soll Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, sich in der heutigen Welt sprachlicher Vielfalt zu orientieren, sich selbstbestimmt und zielbewusst neue sprachliche Qualifikationen anzueignen und sich in vielsprachigen Situationen kompetent zu bewegen. Es unterstützt die Ausbildung persönlicher Sprachenprofile, indem es einzelsprachliche Qualifikationen aufgreift, erweitert, miteinander verbindet und in allgemeinen sprachlichen Einsichten fundiert.

Dazu vermittelt es die folgenden Kompetenzen: Aufmerksamkeit gegenüber Sprachen, Fähigkeit zur Reflexion der eigenen sprachlichen Situation und zur Analyse anderer sprachlicher Situationen, Orientierungswissen über Sprachen und ihre Bedeutung für Gruppen von Menschen, linguistische Grundkenntnisse zur vergleichenden Beschreibung von Sprachen, ein Repertoire von Sprachlernstrategien sowie sprachliches Selbstbewusstsein, soweit dies im Rahmen schulischer Bildung möglich ist.

Dabei bezieht es sich auf die sprachlichen Ressourcen der Schülerinnen und Schüler insgesamt, also sowohl auf die in der Primärsozialisation vermittelten Sprachenkenntnisse und die persönlichen Spracherfahrungen der Schülerinnen und Schüler als auch auf die Lernprozesse in institutionell organisiertem Sprachunterricht und die Zugänge zu Sprachen durch die Neuen Medien. Gewonnen werden soll dadurch im Verhältnis zu den Curricula der einzelnen Fächer des schulischen Sprachunterrichts

– ein breiteres und differenzierteres Bild der sprachlichen Wirklichkeit,
– eine tiefere Verankerung des sprachlichen Lernens im Persönlichen,
– eine allgemeinere Gültigkeit des Gelernten
– und eine verstärkte Kooperation zwischen den Fächern.

Die Erarbeitung des „Curriculum Mehrsprachigkeit“ wurde durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur gefördert und wurde vom Österreichischen Sprachenkompetenz-Zentrum (ÖSZ) beauftragt und inhaltlich begleitet.

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Jahr

2011

AutorInnen/Herausgeber

Hans-Jürgen Krumm, Hans H. Reich