Sprachliche Bildung im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit
Bundesweiter Schwerpunkt an der Pädagogischen Hochschule Steiermark

Zweitsprachaneignung als Ko-Konstruktion

Zur Rekonstruktion von Zweitsprachaneignungsprozessen in Peer-Interaktion unter Berücksichtigung ihrer schulischen Situiertheit

Jahr:
2026
Verlag:
Waxmann
AutorInnen/Herausgeber:
Göntje Erichsen

Im Zuge globaler Migrationsbewegungen wandern seit langem auch Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter nach Deutschland ein. Diese Arbeit nimmt unterschiedliche Ebenen der Beschulung dieser migrierten Schülerinnen in den Blick und setzt sie miteinander in Beziehung. Kern des Interesses sind Praktiken, die Schülerinnen bei der gemeinsamen Aufgabenbearbeitung vollziehen. Es wird untersucht, auf welche multimodalen Ressourcen die Schüler*innen bei der Aufgabenbearbeitung zurückgreifen und inwiefern in den dabei stattfindenden Interaktionen Zweitsprachaneignungsprozesse sichtbar werden. Zweitsprachaneignung wird dabei als situierter, relationaler und ko-konstruierter Prozess zunehmender Partizipation an zielsprachlichen Praktiken verstanden, sodass die untersuchten Peer-Interaktionen nicht als isolierte, idealtypische Phänomene betrachtet werden, sondern in ihrer unterrichtlichen und schulischen Situiertheit in den Blick genommen werden – aus einer emischen und holistischen Perspektive.

Das Buch ist in der Reihe „Beiträge zur Soziokulturellen Theorie der Sprachaneignung“ -herausgegeben von Udo Ohm, Andrea Daase – erschienen.

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